Informationen über Meerrettich


Der Meerrettich


Der Meerrettich (lat.: Armoracia rusticana oder lapathifolia), in Bayern und Österreich auch Kren genannt, gehört zu der botanischen Familie der Kreuzblütler und ist eine winterharte Wurzelstaude, die vermutlich zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert aus dem Osten nach Mitteleuropa gebracht wurde. In Russland und der Ukraine kommt er heute noch in der Wildform vor.

 

Die hohe Konzentration an ätherischen Senfölen und seine zum Teil antibiotisch wirkenden Stoffe machten den Meerrettich zu einer weitverbreiteten Heil- und Gewürzpflanze. Meerrettich wird heute in weiten Teilen Europas, in Asien und Nordamerika kultiviert. Von der Pflanze wird die weiße ca. 25-35 cm lange Wurzel verwendet. Meerrettich wird ganzjährig frisch im Handel angeboten. Die Hauptsaison beginnt Ende Oktober/Anfang November.

Zur Herkunft des Namens Meerrettich gibt es unterschiedliche Auffassungen. Der Pflanzenname lässt sich in seiner althochdeutschen Form erstmals im 10. Jahrhundert nachweisen. Nach der einen Meinung bedeutet Meerrettich „mehr“ bzw. „großer“ Rettich. Nach einer anderen Auffassung leitet sich der Name nach dem Wort für „Pferd“ (Mähre) ab – Pferderettich also: Im englischen wie im französischen heißt der Meerrettich horse radish bzw. radis de cheval (oder auch cran, mérédic oder raifort). Eine weitere Interpretation des Namens ist „der über das Meer zu uns gekommene Rettich“ – weil Meerrettich an Meeresküsten wachse. Eine Übersicht über die zahlreichen Namen des Meerrettichs finden Sie »hier. Wie dem auch sei, am Ende zählt nicht der Name, sondern die Qualität des Gewürzgemüses.

 

Meerrettich lässt sich gut lagern. Im Boden, im Keller mit Sand bedeckt oder im Kühlschrank (Gemüsefach) vor Licht geschützt und gut gekühlt bei 0-4° C hält sich Meerrettich ungewaschen bis zu einem Jahr frisch. Gewaschen kann er so immerhin noch bis zu vier Wochen gelagert werden.


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